Bremer Stadtdialog 1/07 (12)

"In Bremen Nord wächst auf dem Gelände der ehemaligen Rolandkaserne ein Wissenschaftsquartier heran. In der Veranstaltung soll dieser einmalige Umnutzungsprozess (Planer sprechen von „Konversion“) nachgezeichnet, seine gebauten Ergebnisse vorgestellt und städtebauliche Zielsetzungen überprüft werden.
Schon im Rahmenvertrag von 1999 äußerte die Stadt Bremen die Erwartung, „dass eine Wissenschaftseinrichtung auf hohem internationalen Niveau entsteht, die neben Forschung und Lehre durch eine enge Kooperation mit forschungs- und technologieorientierten Institutionen und Unternehmen den Aufbau eines Science Parks realisieren wird.“ Die Universitätsbauten sind inzwischen weitgehend abgeschlossen. Die hohe architektonische Qualität der Umbauten und Neubauten durch das Architekturbüro Böge und Lindner ist ebenso anerkannt wie die Qualität der Umgestaltung der Freiräume durch das Büro WES Landschaftsarchitekten. Die Erweiterung des Geländes durch einen Science Park steht erst am Anfang. Mit ihr sind hohe Erwartungen verknüpft. So soll „mit der Einbindung in die Stadtteilentwicklung unter Einbeziehung stadträumlicher Funktionen wie Wohnen, Handel und Kultur“ eine stadträumliche Isolation des Campus und Science Parks vermieden werden. Außerdem ist mit dem Gesamtkonzeption die Hoffnung verbunden, dass der vom Vulkan-Konkurs schwer getroffene Stadtbezirk von dem neuen Kristallisationspunkt strukturpolitisch profitiert. Neben einer Information über den Stand der Entwicklung wird die Veranstaltung vor allem die Frage thematisieren, wie weit nach sieben Jahren Aufbauzeit die gewünschte Integration gediehen ist und, ob in Bremen-Nord am Ende mehr entstehen wird als eine funktionstüchtige, jedoch nach außen abgekapselte Campus-Universität."

Referenten und Podiumsteilnehmer:

+ Christof Steuer (Leiter des Bauamtes Bremen Nord);
„Von der Kaserne Grohn zum Quartier an der Lesum“
+ Prof. Dr. Joachim Treusch (Präsident der Jacobs Universität, Bremen);
"Über den Stand der Universitätsplanung und über weitergehende Perspektiven"
+ Staatsrat Dr. Uwe Färber wird aus wirtschafts- und regionalpolitischer Sicht die Planungen des Wissenschafts- und Wirtschaftstandorts in Bremen-Grohn erläutern.
+ Architekt Jürgen Böge gibt einen Überblick zum Stand der Bauentwicklung und stellt das städtebaulich-architektonische Konzept des Science Parks vor.

Die anschließende Diskussion moderierte Dr. Sunke Herlyn vom Bremer Zentrum für Baukultur.

Diese Veranstaltung fand am 27.02.2007 um 19:00 Uhr im Roten Saal des Speicher XI statt.

Stadtdialogkarte