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"Palladio und der Palladianismus in Bremen" (2013)

in memoriam Volker Plagemann 1938 - 2012
 
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Am 10. Mai 2012, einen Tag vor Eröffnung der Palladio-Ausstellung und der Präsentation seines Buches „Die Villen des Andrea Palladio“ im Bremer Zentrum für Baukultur, verstarb Volker Plagemann unerwartet im Alter von 74 Jahren.

Volker Plagemann war dem Bremer Zentrum für Baukultur sehr verbunden gewesen. Als er im Jahre 2003, nach langjähriger Tätigkeit im Arbeitsbereich Kulturpolitik und Kulturgeschichte, in den Ruhestand ging und seinen Wohnort von Hamburg nach Bremen wechselte, war das b.zb gerade im Aufbau begriffen. Das eher zufällige Zusammentreffen mit dem Verein mündete in einer verantwortungsvollen und fruchtbaren Zusammenarbeit, in dessen Verlauf Volker Plagemann bis 2009 auch dem Vorstand des Bremer Zentrums für Baukultur angehörte. Er war Mitherausgeber der b.zb-Schriftenreihe, die mittlerweile auf 16 Bände gewachsen ist und ein Bindeglied zur Vermittlung von Baukultur darstellt. Aufgrund seiner Initiative wurde auch die Ehrung „Bremer Auszeichnung für Baukultur“ des b.zb ausgelobt, durch die Menschen, die sich um die Baukultur in Bremen verdient gemacht haben, gewürdigt werden.

Volker Plagemann hatte aus Anlass der Veröffentlichung und Präsentation seines neuen Buches „Die Villen des Andrea Palladio“  (Link zur Buchpräsentation) über den italienischen Renaissancearchitekten Andrea Palladio (1508-1580) eine Ausstellung mit direktem Bezug zu Bremen unter dem Titel „Palladio und der Palladianismus in Bremen“ im Bremer Zentrum für Baukultur vorgesehen. Die Ausgestaltung der Ausstellung übernahm sein Sohn Johann Plagemann, der durch seine Fotografien, auf die einen Großteil der gezeigten Abbildungen entfallen, am Entstehungsprozess des neuen Werkes beteiligt war. Doch noch während des Aufbaus der Ausstellung im b.zb ereilte uns die traurige Nachricht über den Tod von Volker Plagemann.

Die Familie Plagemann und das Bremer Zentrum für Baukultur entschieden sich dennoch, die Eröffnung der Ausstellung „Palladio und der Palladianismus in Bremen“ Volker Plagemanns als „stille Ausstellungseröffnung“ stattfinden zu lassen (Link zur Ausstellung).

Die Finissage am 24. Juni 2012 stand dann im Zeichen der Anerkennung und Würdigung Volker Plagemanns. Sein Vortragsmanuskript (Link zum Vortrag) zur geplanten Eröffnungsveranstaltung wurde von Eberhard Syring, dem wissenschaftlichen Leiter des b.zb und Professor an der School of Architecture der Hochschule Bremen referiert. Es sprachen ferner der Bremer Architekt Gert Schulze, der Kunsthistoriker Michael Müller von der Universität Bremen und Leiter des wissenschaftlichen Beirats des b.zb und der Architekturtheoretiker Ullrich Schwarz, Geschäftsführer der Hamburgischen Architektenkammer.

Volker Plagemanns Ehefrau Christine machte den Vorschlag, die Beiträge dieser Veranstaltung, sofern diese in Schriftform vorhanden waren, in einem kleinen Buch zum Gedenken an ihren Mann zusammenzufassen. Das Bremer Zentrum für Baukultur hat diese Idee zu seinem 75. Geburtstag gern aufgegriffen.

Dieser Band „Palladio und der Palladianismus in Bremen“, in memoriam Volker Plagemann, liegt nun vor.

Die verfügbaren Texte wurden ergänzt durch die Trauerrede von Volker Plagemanns langjährigen Hamburger Wegbegleiter Uwe M. Schneede, dem ehemaligen Direktor der Hamburger Kunsthalle.
 
 Palladio

„Palladio und der Palladianismus in Bremen“

  • 92 Seiten mit 75 Abbildungen
  • Hardcover
  • Herausgeber:
    Bremer Zentrum für Baukultur
  • ISBN 978-3-9816307-0-1
  • Preis € 12,50
  • (im b.zb erhältlich oder per E-Mail «buchbestellung@bzb-bremen.de» bestellen)
Lesen Sie auch einen Artikel über dieses Buch  von Thomas Kuzaj in der Kreiszeitung vom 03.12.2013: hier

"Ungewöhnlich Wohnen!"

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Leseprobe: Hier ein Link zu den ersten Seiten des Buches "Ungewöhnlich Wohnen - Bremer Perspektiven".

 

"Die Villen des Andrea Palladio"

Plagemann Villen Palladio Buch

Volker Plagemann
"Die Villen des Andrea Palladio"
496 Seiten mit 176 Abbildungen
Klappenbroschüre
Ellert & Richter Verlag
ISBN 978-3-8319-0462-4
€ 29,95
Herausgegeben vom
Bremer Zentrum für Baukultur
"Der einflussreichste Architekt der westlichen Welt" (Bruce Boucher)

 

 

 
Volker Plagemann - "Die Villen des Andrea Palladio"
Palladio_Band
Die Villenbauten, die der Renaissance-Architekt Andrea Palladio zwischen 1537 und 1572 in Venetien plante und schuf, prägen unser Verständnis republikanischer Architektur bis heute. Noch vor den Kirchenbauten in Venedig, den Palästen und Brücken im Veneto entstanden in dieser Zeit 40 Villen, die zu Vorbildern für die neuzeitliche Landsitz- und Gartenkultur wurden. Mit Bauelementen wie dem Portikus und antikischen Gliederungen entwickelte Palladio architektonische Stilvorlagen, die im Palladianismus vielfach aufgegriffen wurden und sich bis in die Moderne weiterverfolgen lassen. Das Weiße Haus und das Kapitol in Amerika sind ohne das Vorbild der Villen Palladios nicht denkbar. Aber auch unser Bewusstsein der Architektur europäischer Kulturbauten wie Museen, Theater und Bibliotheken geht auf diese Bauformen zurück. Volker Plagemann verknüpft in seinem Buch erstmals die neueren Forschungsergebnisse zu einer Gesamtdarstellung der Villen Palladios. Zugleich widmet er jeder Villa ein eigenes, detailliertes Kapitel, das diese nicht nur in den stilistischen und entstehungsgeschichtlichen Zusammenhang der übrigen Villenprojekte einordnet, sondern auch aktuelle Informationen zu Besichtigungsmöglichkeiten und Kontaktdaten vor Ort bietet. Die zahlreichen Abbildungen vermitteln einen ersten ästhetischen Eindruck dieser imposanten Architektur, die teils noch gut erhalten ist. Damit verbindet der Autor die wissenschaftlich fundierte Darstellung des Werks eines der einflussreichsten Architekten westlicher Architekturgeschichte mit den praktischen Hinweisen eines Reise- und Kulturführers zu den Standorten der Villen Palladios in Venetien.

Volker Plagemann, geb. 1938 in Hamburg, studierte Architektur, Musik und Kunstwissenschaften. 1973 wurde er an der TH Aachen und 1975 an der Universität Hamburg habilitiert. Er leitete als Senatsrat von 1973 bis 1980 die Abteilung Wissenschaft und Kunst in Bremen, 1980 bis 2003 als Senatsdirektor die Hamburger Kulturbehörde. Ab 1975 war er Privatdozent, seit 2001 war er Professor für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Volker Plagemann war Autor zahlreicher Publikationen zur Museumsgeschichte, Denkmalgeschichte und Kunst im öffentlichen Raum. Er verstarb völlig unerwartet am 10. Mai 2012 in Bremen.