"Baku - Stadt der schlagenden Winde"

Fotografien von Sebastian Burger

BakuAserbaidschans Wirtschaft wächst infolge des Ölbooms rasant. Das zeigt sich besonders in der Hauptstadt. Der persische Name der kaspischen Metropole Baku – Stadt der schlagenden Winde – verweist nicht nur auf ihr Wetter, sondern auch auf ihre häufigen Wandlungen in Geschichte und Gegenwart. In letzter Zeit schießen die Grundstückspreise und die Gebäude in die Höhe. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als 800 neue Hochhäuser in der Innenstadt errichtet.
Dabei blickt die Stadt auf ein reiches architektonisches Erbe zurück. Gründerzeitbauten reihen sich aneinander, Boulevards und große Promenaden prägen das Stadtbild und geben der im Kern orientalischen Stadt eine europäische Anmutung, ähnlich Paris oder Berlin. Dieses Stadtbild wird durch den heutigen Bauboom massiv bedroht. Die schleichende Vernichtung einer maßstäblichen Stadt wurde in der Ausstellung sichtbar gemacht. Dabei stand die Perspektive jener Menschen im Vordergrund, die von dem Wandel betroffen sind. Sie leben auf Abruf in den alten innerstädtischen Häusern und Quartieren.

Die Ausstellung war vom 22.07. - 14.08.09 im b.zb zu sehen.