Wie weiter arbeiten
Ebenfalls in Kooperation mit dem Förderverein Bundesstiftung Baukultur wird zurzeit eine bundesweite Kampagne zur Baukultur von Gewerbebauten vorbereitet. Geplant sind ortsübergreifende Exkursionen zu vorbildlichen Bauprojekten in Industrie- und Gewerbegebieten, an denen neben den Architekten auch Unternehmer, Stadtplaner und Verbände teilnehmen sollen.
Handelskammer, Bausenator und Bremer Zentrum für Baukultur haben zu einem Architekturwettbewerb aufgerufen. Gesucht wurden vorbildliche Gewerbebauten. Einsendeschluß war der 15.März 2010. Den Abschlussbericht finden Sie hier.
Architekturwettbewerb: Arbeitsorte der Zukunft
Optisch ansprechende Bürogebäude gibt es viele, gerade auch in Bremen. Aber wie sieht es mit anderen gewerblichen Bauten aus, den Produktions- und Lagergebäuden? Sie stehen zumeist weder im Brennpunkt des öffentlichen noch des architektonischen Interesses, sondern fristen ein Schattendasein. Dies möchte eine neue Initiative der Handelskammer Bremen, des Bausenators und des Bremer Zentrum für Baukultur jetzt ändern. Erstmalig rufen sie zu einem Architektur-Wettbewerb auf, der vorbildliche gewerbliche Bauten prämiert.
Gesucht werden Produktions- und Lagergebäude (auch mit angrenzenden Verwaltungs- beziehungsweise Sozialräumen), die nach 1990 in der Stadt Bremen errichtet wurden. Diese Neubauten oder auch Umbauten sollten architektonisch und funktional besonders gelungen sein. Alle gewerblichen Betriebe aus Industrie, Handwerk, Großhandel und Logistik in der Stadt Bremen – oder die für sie tätigen Architekten und Ingenieure – sind eingeladen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Bewerbungsschluss ist am 15. März 2010.
Architektur stärkt das Image
Gewerbegebiete bieten in der Regel keine baulichen Höhepunkte: Allzu oft muss hier die gestalterische Qualität hinter wirtschaftlichen oder betrieblichen Anforderungen zurückstecken. Diese Abstinenz architektonischer Qualität führt dazu, dass Gewerbegebiete als gestalterisches Niemandsland gelten und wenig städtische Aufenthaltsqualität haben. Dabei prägen gerade die Gewerbegebiete – oft sehr sichtbar an den Autobahnen gelegen – das Bild unserer Städte mit.
Es geht aber auch anders. Viele Unternehmer erkennen die Bedeutung guter Architektur für das Image des Unternehmens, für ein attraktives Arbeitsumfeld und für die Werthaltigkeit der Immobilie und des Standorts. Viele Beispiele zeigen, wie durch professionelle Planung die Anforderungen des Betriebes und Wirtschaftlichkeit mit einer guten architektonischen Gestaltung zusammengeführt werden können. Diese Bemühungen müssen stärker ins Blickfeld von Unternehmen, Architekten und der städtischen Öffentlichkeit gerückt werden – und so zu mehr gestalterischem Mut und qualitätsvoller Architektur herausfordern. Der Wettbewerb will stimulieren und zur Nachahmung anregen. Er ist Teil einer Kampagne der Bundesstiftung Baukultur (www.bundesstiftung-baukultur.de), die bundesweit das gewerbliche Bauen unter dem Motto „wieweiterarbeiten“ zu ihrem Jahresthema 2010 gemacht hat.
Bewertung und Auszeichnung
Eine Jury sichtet die Bewerbungsunterlagen und besichtigt die Betriebsstandorte. Auswahlkriterien für ihre Auswahl sind die städtebauliche Gestaltung, die architektonische Gestaltung und die Funktionalität. Der Jury gehören an: Dr. Andreas Otto (Handelskammer), Senatsbaudirektor Franz-Josef Höing, Professor Jörg Kirschenmann (b.zb), Heiko Fischer (WFB) und Martin Pampus (Architektenkammer).
Die als vorbildlich ausgewählten Betriebe oder Bauten werden im Juni auf einer Podiumsveranstaltung mit Begleitausstellung öffentlich präsentiert und ausgezeichnet. Über die Internetseite der Bundesstiftung Baukultur wird das Bremer Ergebnis auch bundesweit beachtet werden.
Zur Bewerbung
Die Betriebe und/oder ihre Architekten schicken bitte bis zum 15. März ihre Wettbewerbsunterlagen per Post an die Handelskammer Bremen, Olaf Orb, Am Markt 13, 28195 Bremen, oder auch per E-Mail ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. ).
Die Bewerbung sollte maximal fünf Blätter DIN A3 umfassen und diese Punkte enthalten: Name und Geschäftsfeld des Betriebes, Ansprechpartner, Fotos von charakteristischen Ansichten, Bauzeichnungen wie Lageplan, Grundriss, Schnitt und Ansichten, Beschreibung des Betriebsablaufs, soweit für das Verständnis der Planung erforderlich.
Information
Dr. Sunke Herlyn, Telefon 0421 345305,
Robert Lemmen, Telefon 0421 530160 (ab 1.3.) und
Olaf Orb, Telefon 0421 3637-272
